Kai Denker

Kurzvita

  • seit Januar 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei KIVA VI „Entwicklung Interdisziplinarität“, TU Darmstadt
  • Oktober – Dezember 2015 erneut wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie
  • April – September 2014 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Fachbereich Informatik, TU Darmstadt
  • August 2012 – Dezember 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie, TU Darmstadt
  • Januar – Juli 2012 Graduate Research Trainee am Department of Art History and Communication der McGill University, Montréal, Québec, Kanada
  • 2009 – 2013 Stipendiat des Graduiertenkollegs Topologie der Technik und Doktorand am Institut für Philosophie, Darmstadt, seitdem Assoziierter des Kollegs
  • 2003 – 2009 Studium der Philosophie und Geschichte (Magister), TU Darmstadt
  • 2000 – 2009 Studium der Informatik (Diplom), TU Darmstadt

Dissertationsprojekt

Die Arbeiten des französischen Philosophen Gilles Deleuze werden aus einer Vielzahl von Blickwinkeln und aus zahlreichen Disziplinen heraus rezipiert. Beispielsweise werden sie seitens der Surveillance Studies, aber noch immer auch in Teilen der deutschen (politischen) Philosophie als ein (komplizierteres) Komplement zu Foucaults Überlegungen aufgefasst. Dagegen hat sich insbesondere seitens der englischsprachigen theoretischen Philosophie die Aufmerksamkeit immer stärker auf seine Beiträge zu einer Philosophie der Mathematik gerichtet. Dieser Zugang, dem die Zahl anderer Lesarten keineswegs entgegensteht, stammt insbesondere auch von dem Versuch ab, Deleuze als Lieferanten einer Metaphysik der neuen Naturwissenschaften aufzufassen. Dies kann zwar mittlerweile als gescheitert gelten, jedoch liefert der mathematiktheoretische Zugang die Möglichkeit, mittels der Bezüge vor allem auf Riemann und Lautman nicht nur das Verständnis der Deleuze'schen Kant-Kritik zu präzisieren, sondern auch eine bisher übersehene Pointe freizulegen. Das Dissertationsprojekt verfolgt diese nicht nur von Differenz und Wiederholung noch bis in die linguistischen Überlegungen der Tausend Plateaus hinein, sondern unternimmt es auch, ein Konzept der Mathematisierbarkeit auszuweisen, das einen Begriffsapparat für die Surveillance Studies jenseits des bloßen Foucault-Kommentars liefert.

Forschungsinteressen

  • Theorie und Geschichte der Mathematik und der Informatik
  • Sprachphilosophie
  • Technikphilosophie, Philosophie des Digitalen
  • Gilles Deleuze und Félix Guattari
  • Gottlob Frege und Ludwig Wittgenstein
  • „Cyberwar“, Drohnenkrieg, Zukunft des Krieges

Publikationen

Eine aktuelle Publikationsliste finden Sie hier.