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Biographische Notiz

Andreas Woyke, Dr. päd., Studium der Chemie, Physik, Erziehungswissenschaft und Philosophie an der Universität Siegen. Vordiplom Chemie, 1. und 2. Staatsexamen LA, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. V. Scharf (Didaktik der Chemie) und Koordinator des Science Forums 1999-2005, Promotion 2004 mit einer Arbeit über die Entwicklung einer aprozessualen Weltdeutung in der abendländischen Geistesgeschichte. Seit Januar 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der TU Darmstadt.

Forschungsgebiete

  • Naturphilosophie in historischer und systematischer Perspektive
  • Wissenschafts- und Technikphilosophie im besonderen Blick auf die Chemie
  • Naturwissenschaftsdidaktik
  • Ideen- und Begriffsgeschichte
  • Philosophie der Antike
  • Prozessphilosophie in historischer und systematischer Perspektive
  • Ästhetik der Natur im besonderen Blick auf „Laborphänomene“
  • Konzeptionen von Glück und gutem Leben
  • Eine kritische Theorie der Moderne im Blick auf Nietzsche, Heidegger, Adorno u. a.
  • Religionsphilosophie und Religionskritik

Projekte

DFG-Projekt “Philosophische Implikationen von ‘Nanoforschung’ und ‘Nanotechnologie’” (ab Januar 2006): Philosophische Implikationen der aktuell boomenden „Nanotechnologie“ beschränken sich nicht auf mögliche ethische Probleme, sie ergeben sich wesentlich durch ein gewandeltes Wissenschaftsverständnis, in dem Anwendungsorientierung im Vordergrund steht, und durch die Verschärfung eines technokratischen Naturbildes im Kontext visionärer Programmatiken. Um nanotechnologische Forschung in einem größeren wissenschafts- und geistesgeschichtlichen Zusammenhang zu verorten, werden Bezüge zur synthetischen Chemie und zum neuzeitlichen Fortschritts-Paradigma hergestellt. Das rein instrumentelle Naturverständnis, das in nanotechnologischen Leitbildern zum Ausdruck kommt, führt zur Frage, welchen Einfluss sie auf bestehende Wissenschafts- und Weltbilder nehmen können. Mögliche Versuche der Beantwortung werden im Blick auf den ontologischen Charakter von Nanoobjekten, anhand einer Kritik an einer naiv-realistischen Interpretation des Nanokosmos und durch Hinweise auf die Einseitigkeiten des Naturbildes, welches den nanotechnologischen Zukunftsszenarien zugrunde liegt, umrissen.