Profilseite Andreas Kaminski

Bibliographische Notiz

Andreas Kaminski studierte Philosophie in Darmstadt und Berlin. Promotion 2007/2008 mit einer Arbeit zu den Grundlinien einer allgemeinen Technikphilosophie. Stipendiat des Graduiertenkollegs Technisierung und Gesellschaft von 2003-2006. Anschließend wiss. Mitarbeiter in Philosophie und Informatik sowie PostDoc am Graduiertekolleg Qualitätsverbesserung im E-Learning durch rückgekoppelte Prozesse von 2008 bis November 2010. Seit Dezember 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie. Forschung und Lehre in Philosophie und Informatik.

Mitglied der BiCoDa Alliance, in diesem Zusammenhang Lehre in South Carolina (USA). Fellowship im Oktober 2011 an Dalian University of Technology (China). Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Forschung

Forschungsgebiete

Neben Arbeiten an der Schnittstelle von Informatik und Philosophie (aktuell zu lernenden Algorithmen sowie zur Frage, was ist ein Softwarefehler) schreibe ich gegenwärtig an einem kleinen Buch zum Thema Vertrauen. Es ergänzt – wie ein Negativ – mein Habil-Projekt, welches der Frage nachgeht, welche Bedeutung Prüfungen (im Sinne von Tests, Assessments, Evaluationen) für das Selbstverständnis und die Selbstentwicklung von Personen haben.

Sachlich:

  • allgemeine Technikphilosophie
  • Informationstechnik und Informatik
  • Subjektivität und Prüfung (Philosophie, Psychologie)

Methodisch:

  • Phänomenologie
  • Begriffsgeschichte
  • Systemtheorie

Zeitlich:

  • Politik, Wissenschaft und Kultur: 1880-1940

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

  • Prüfungen und Bewährungsproben 1900/2000 (zusammen mit Andreas Gelhard)
  • Entstehung der Psychologie/Entstehung des modernen Prüfwesens (Intelligenz, Leistung, Eignung, Kompetenz)
  • Die Form von Vertrauen und ihre verwickelte Praxis
  • Ubiqitous Computing und Pervasive Learning (insbesondere maschinelles Lernen)
  • Philosophie informeller Technisierung

Ausgewählte Publikationen

Monographien:

Technik als Erwartung. Formen des Erwartens als Perspektive einer allgemeinen Techniktheorie. Bielefeld: transcript 2010.

Herausgaben:

  • Mit M. Mühlhäuser, W. Sesink, J. Steimle: Interdisciplinary approaches to technology-enhanced learning. Münster: Waxmann 2011.

Aufsätze und Weiteres:

  • Mit Alexander Unger: „Mensch – Leben – Technik. Internationale Tagung der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Forschung 2003“. In: Journal Phänomenologie 20/2003, S. 68-73.„Technik als Erwartung“. In: Dialektik 2 (2004), S. 137-150.
  • „Nichtwissen im Überfluss? Einige Präzisierungsvorschläge im Hinblick auf Nichtwissen und Technik“. In: Gerhard Gamm, Andreas Hetzel (Hg.): Unbestimmtheitssignaturen der Technik. Eine neue Deutung der technisierten Welt. Transcript 2005, S. 183-200.
  • „Systemtheorie, Phänomenologie, Zeittheorie – Zur Einleitung“. In: Journal Phänomenologie 24 (2005), S. 4-12.
  • Zur Politik der Hirnforschung. Petra Gehring und MichaelHagner im Gespräch. Auf: Sic et Non. Zeitschrift für Philosophie und Kultur. Im Netz. Oktober 2006.
  • “Causality, Custom and the Marvellous. On Natural Science at the Beginning of Modern Times”. In: R. Heil, ders., M. Stippak, A. Unger, M. Ziegler (Hrsg.): Tensions and Convergences. Technological and Aesthetic Transformations of Society. Bielefeld: transcript 2007, S. 129-140.
  • Mit Aljoscha Burchardt, Petra Gehring, Stefan Winter: Ubiquitous Computing – auf dem Sprung wohin? Bilanz der Darmstädter Tagung Juni 2008 („Forschungsagenda“)
  • „Übersetzungen zwischen vertrautem Kontext und formalem System: Die heiße Zone des Requirements Engineering“. In: C. Schilcher, R. Schmiede (Hg.): Virtuelle Wissenswelten. Berlin: sigma 2008.
  • Mit Alpsancar, Denker, Hetzel, Rölli, Saborowski: Tagungsbericht: „XXI. Deutscher Kongress für Philosophie 'Lebenswelt und Wissenschaft'“, in: Journal Phänomenologie 30 (2008), S. 79-86.
  • „Psychotechnik und Inteligenzforschung: 1903-1933“. In: Christopher Coenen, Reinhard Heil, Stefan Gammel, Andreas Woyke (Hg.): Human Enhancement: Historische, philosophische und ethische Aspekte. Bielefeld: Trancript 2010, S. 117-142.
  • Jochen Huber, Andreas Kaminski: „E-Reading Philosophical Texts: On the Tension Between Dynamic Text Comprehension and the Irreversibility of Annotations on Paper“. In: Proceedings of ecap10: 8th European Conference on Philosophy and Computing. Hut 2010, S. 295-299.
  • Andreas Kaminski, Sebastian Harrach: „Do abductive machines exist? Proposal for a multi-level concept of abduction”. In: Proceedings of ecap10: 8th European Conference on Philosophy and Computing. Hut 2010, S. 482-487.
  • Andreas Kaminski, Jochen Huber, Christian Dial, Sandro Hardy: „Designimplikationen für eine digitale Lesewerkstatt: Dynamik und Irreversibilität von Papierannotationen“. In: Michael Kerres, Nadine Ojstersek, Ulrik Schroeder, Ulrich Hoppe (Hg:) Interaktive Kulturen. DeLFI 2010 – 8. Tagung der Fachgruppe E-Learning der Gesellschaft für Informatik. September 2010, Universität Duisburg-Essen. LNI 2010, S. 253-264.
  • „Die Konstitutive Kraft unvollendeter Medien“. In: J. Fromme, S. Iske, W. Marotzki (Hg.): Medialität und Realität. Die konstitutive Kraft der Medien. Bielefeld: VS-Verlag, 2011, S. 13-29.
  • „What are Community Adaptive Systems, and how do they function? / Was sind Community-adaptive Systeme und wie funktionieren sie?“ In: Kaminski et al.: Interdisciplinary Approaches to Technology-Enhanced Learning – Interdisziplinäre Zugänge zu technologiegestütztem Lernen. Münster: Waxmann Verlag 2011, S. 173-185, .
  • „Paradigm: Community Adaptive Systems / Paradigma: Community-adaptive Systeme“. In: Kaminski et al.: Interdisciplinary Approaches to Technology-Enhanced Learning – Interdisziplinäre Zugänge zu technologiegestütztem Lernen. Münster: Waxmann Verlag 2011, S. 187-196, S. 217-227.
  • „Community – neither Gesellschaft nor Gemeinschaft /Community: Weder Gesellschaft noch Gemeinschaft“. In: Kaminski et al.: Interdisciplinary Approaches to Technology-Enhanced Learning – Interdisziplinäre Zugänge zu technologiegestütztem Lernen. Münster: Waxmann Verlag 2011, S. 203-207, 237-242.
  • zusammen mit Philipp Scholl: „Adaptivity / Adaptivität“. In: Kaminski et al.: Interdisciplinary Approaches to Technology-Enhanced Learning – Interdisziplinäre Zugänge zu technologiegestütztem Lernen. Münster: Waxmann Verlag 2011, S. 209-214, 243-248.zusammen mit Philipp Scholl: „Adaptivity
  • zusammen mit Stefan Winter: Paradigmenwechsel ohne Revolution: Ubiquitous Computing als Steigerungstechnologie. Zu einigen Kategorien der Technikgeschichte. In: Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis, H. 3 (20), S. 71-79.
  • „Prüfungen um 1900 – als moderne Subjektivierungsform“. In: Historische Anthropologie, H. 2 (2011), 331-353.
  • Wie ensteht Software? Übersetzungen zwischen vertrautem Kontext und formalem System: Die heiße Zone des Requirements Engineerings. In: Christian Schilcher, Mascha Will-Zocholl (Hg.): Arbeitswelten in Bewegung : Arbeit, Technik und Organisation in der „nachindustriellen Gesellschaft“. Bielefeld: VS-Verlag 2012, 85-123.

Aktuelle und letzte Lehrveranstaltungen

WS 2012/13
PS: Descartes: Meditationen
S: Messtheorien des Geistes
Ringvorlesung: Rousseau, Rousseauismus und Rousseau-Kritik
iLV: Technikgestaltung
 
SS 2012
S: Heidegger: Sein und Zeit
PS: Aktuelle Themen der Technikphilosophie
iLV: SE/Requirements
 
WS 2011/12
PS: Aristoteles: Metaphysik
PS: Gadamer: Wahrheit und Methode
BiCoDa: Dimensions of Measurement (Lehrveranstaltung in Chalrleston, South Carolina, USA, zusammen mit der Universität Bielefeld und University of South Carolina in Columbia)
S: Hume und Kant. Philosophie und Psychologie
iLV: Technikgestaltung
 
SS 2011
S: Heidegger: Die Frage nach dem Ding
PS: Technik und Geschichte
iLV: SE / Requirements (Informatik)

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