Biographische Notiz

Gerhard Gamm, Prof. Dr. phil., studierte Philosophie (Promotion 1979, Habilitation 1993), Psychologie (Diplom 1976) und Soziologie in Tübingen und Frankfurt/Main. Zwischen 1980 und 1993 Lehr- und Forschungstätigkeiten an verschiedenen Hochschulen und Universitäten. Nach einer Professurvertretung ab 1995 Professor für Ethik und Technikphilosophie an der TU Chemnitz-Zwickau. Seit 1997 Professor für Philosophie an der TU Darmstadt.

Sprechstunde im Wintersemester 11/12:

Ab 26.10. jeweils donnerstags 17:00-18:00 Uhr, Raum 316.

Forschungsgebiete

  • Philosophie der Neuzeit und der Moderne unter bes. Berücksichtigung des Dt. Idealismus
  • Philosophie des 20. Jahrhunderts
  • Praktische Philosophie
  • Theoretische Philosophie

Aktuelle Forschungsschwerpunkte

• Philosophische und wissenschaftliche Aspekte der Unbestimmbarkeit (Unbestimmtheit des Wissens, Unberechenbarkeit usw., Konkurrenz von Identitäts- und Ähnlichkeitssemantik, Einzelding- und Ereignisontologie, Probleme der systemtheoretischen Unterscheidungslogik)

• Sozialphilosophie der Gegenwart

• Theorie der Moderne und Postmoderne (Geschichte, Kunst, Wissenschaft, Philosophie); Technisierung und Gesellschaft; Vernunft und Rationalität

Ausgewählte Publikationen

1. Bücher/Monographien

Philosophie im Zeitalter der Extreme
Eine Geschichte der Philosophie im 20. Jahrhundert. Darmstadt: Primus 2009. 368 S.

Der unbestimmte Mensch
Zur medialen Konstruktion von Subjektivität. Berlin: Philo 2004. 249 S.

Wahrheit als Differenz
Studien zu einer anderen Theorie der Moderne. Descartes – Kant – Hegel – Schelling – Schopenhauer – Marx – Nietzsche. Berlin: Philo 2002. (1. Auflage 1986) 306 S.

Interpretationen. Hauptwerke der Sozialphilosophie
Koautoren: A. Hetzel und M. Lilienthal. Stuttgart: Reclam 2001. 312 S.

Nicht nichts
Studien zu einer Semantik des Unbestimmten. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2000. 338 S.

Der Deutsche Idealismus
Eine Einführung in die Philosophie von Fichte, Hegel und Schelling. Stuttgart: Reclam 1997. 274 S.

Flucht aus der Kategorie
Die Positivierung des Unbestimmten als Ausgang der Moderne. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1994. 402 S.

2. Editionen

Unbestimmtheitssignaturen der Technik
Eine neue Deutung der technisierten Welt. Zus. mit A. Hetzel. Bielefeld: transcript 2005.

Zwischen Anthropologie und Gesellschaftstheorie
Zur Renaissance Helmuth Plessners im Kontext der modernen Lebenswissenschaften. Zus. mit A. Manzei und M. Gutmann. Bielefeld: transcript 2005.

Von Platon bis Derrida
20 Hauptwerke der Philosophie. Zus. mit E. Schürmann. Darmstadt: Primus 2005.

Die Gesellschaft im 21. Jahrhundert
Perspektiven auf Leben, Arbeit und Politik. Zus. mit A. Hetzel und M. Lilienthal. Frankfurt/Main 2004.

Ethik und Ästhetik
Nachmetaphysische Perspektiven. In: Tübinger Beiträge, Bd. II. Tübingen 1990.

Angesichts objektiver Verblendung
Über die Paradoxien Kritischer Theorie. Tübingen 1985.

3. Aufsätze in Sammelbänden und Zeitschriften

Abgerissenes Bruchstück eines ganzen Geschlechts
Anthropologie in der Leere des zukünftigen Menschen. In: Philosophische Anthropologie heute. Ein Streit über ihre Leistungsfähigkeit. Hrsg. von G. Lindemann, H.-P. Krüger. Berlin 2006. S. 103-121.

Fraktale Existenz
Was es heißt, ein Bewusstseinsinhaber zu sein. In: Der entthronte Mensch. Anfragen der Neurowissenschaften an unser Menschenbild. Hrsg. von J. C. Schmidt, L. Schuster. Paderborn 2003. S. 282-312.

Ich – Ansichten einer frühidealistischen Errungenschaft
In: Das schwierige Individuum. Menschenbilder im 19. Jahrhundert. Eichstätter Kolloquium. Bd. 10. Hrsg. von V. Dolle. Regensburg 2003. S. 13-40.

Perspektiven nachmetaphysischen Denkens
In: Philosophie der Dekonstruktion. Zum Verhältnis von Normativität und Praxis. Hrsg. von A. Kern, Ch. Menke. Frankfurt a. M. 2002. S. 103-125.

Die Unbestimmtheit des Geldes
Georg Simmels Zeitdiagnose im Geist der Hegelschen Dialektik. In: Aspekte der Geldkultur. Neue Beiträge zu Georg Simmels Philosophie des Geldes. Hrsg. von W. Gessner, R. Kramme. Magdeburg 2002. S. 115-137.

Menschliche und nichtmenschliche Wesen
Zur Wissenschafts- und Technikforschung von Bruno Latour. In: Rechtshistorisches Journal, 20. Hrsg. von Dieter Simon. Frankfurt a .M. 2001. S. 136-161.

‚Aus der Mitte denken‘
Die Natur des Menschen im Spiegel der Bio- und Informationstechnologien. In: Zeitschrift für Kritische Theorie. Hrsg. von G. Schweppenhäuser. Heft 12/2001. S. 29-5.

Technik als Medium
Grundlinien einer Philosophie der Technik. In: Naturerkenntnis und Natursein. Hrsg. von M. Hauskeller, Ch. Rehmann-Sutter. Frankfurt a. M.1998. S. 94-107.

Die Unausdeutbarkeit des Selbst
Über die normative Kraft des Unbestimmten in der Moralphilosophie der Gegenwart. In: Das Andere der Kommunikation. Hrsg. von W. Luutz. Leipzig 1997. S. 126-139.

Komödie oder Tragödie
Die Aporien der Moderne im Lichte Hegels und Nietzsches. In: Lettre International, Heft 27. IV. Vj. 1994.

In der Leere der verschwundenen Metaphysik
Über das Ästhetische in der psychoanalytischen Therapeutik. In: Ethik und Ästhetik. Tübinger Beiträge. Bd. II. Hrsg. von G. Gamm, G. Kimmerle. Tübingen 1990.
S. 94-130.

Symbole des Ursprungs
Aus den Archiven der inneren Natur. In: Luzifer-Amor. Zeitschrift für die Geschichte der Psychoanalyse. 2. Jg. Heft 4. Tübingen 1989. S. 131-154.

Simulierte Natur
Zur Kritik der ökologischen Vernunft. Konkursbuch 13. Natur und Wissenschaft, Hrsg. von H. Hesse. Tübingen 1985. S. 46-74.

Sur-realität und Vernunft
Zum Verhältnis von System und Kritik bei Th. W. Adorno. In: Angesichts objektiver Verblendung. Hrsg. von G. Gamm. Tübingen 1985. S. 115 – 192.