Ich bin Professorin für Praktische Philosophie an der TU Darmstadt und vertrete einen phänomenologischen Schwerpunkt in Forschung und Lehre. Mich interessieren insbesondere Theorien der Intersubjektivität, der Alterität und der Pluralität sowie der Zusammenhang von Erfahrung, Normativität und Rechtfertigung. Ich arbeite auch zu theoretischen Themen im Bereich der Transzendentalphilosophie und der Philosophie des Geistes.
Mein Philosophiestudium habe ich bis zum Doktorat an der Universität Wien absolviert, mit Forschungsaufenthalten in Leuven, Paris und New York. In meiner Post-Doc Phase war ich Visiting Scholar an der New School for Social Research, APART-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und anschließend Universitätsassistentin am Institut für Philosophie der Universität Wien, wo auch meine Habilitation angenommen wurde. 2016-2018 war ich Gastprofessorin am Institut für Philosophie der Universität Kassel, 2014-2022 Mitglied der „Jungen Akademie“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Mit dem Center for Subjectivity Research (wird in neuem Tab geöffnet) an der Universität Kopenhagen war ich im Rahmen des ERC-Projekts „Who are We?“ von 2020-2025 als „Recurrent Visiting Professor“ affiliiert. 2023-2025 war ich Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung (wird in neuem Tab geöffnet).
Gegenwärtig bin ich Ko-Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs „Ästhetik der Demokratie“ (wird in neuem Tab geöffnet), sowie Mitherausgeberin der Deutschen Zeitschrift für Philosophie (wird in neuem Tab geöffnet) und der Reihe Phänomenologie bei Alber/Nomos (wird in neuem Tab geöffnet). Im österreichischen Rundfunk Ö1 gestalte ich seit 2025 die Radiosendung „Philosophiecafé“ (wird in neuem Tab geöffnet), die viermal im Jahr gesendet wird.
Meine aktuellen Buchprojekte sind eine philosophische Einführung in das Denken Hannah Arendts (Fink UTB) sowie eine Monografie zur Phänomenologie der Öffentlichkeit (Routledge). Meine „Einführung in die Rechtsphänomenologie“ wurde 2025 ins Japanische übersetzt.
Forschungsprofil
- Phänomenologie und Existenzphilosophie
- Politische Philosophie, Rechtsphilosophie, Ethik, Sozialphilosophie, soziale Ontologie
- Transzendentalphilosophie, Philosophie des Geistes, Erkenntnistheorie
Aktuelle Forschungsschwerpunkte
- Phänomenologie der Öffentlichkeit (Buchprojekt „Public Experiences“, unter Vertrag bei Routledge New York)
- Intersubjektivität, Alterität, Pluralität (insbes. Husserl, Levinas, Arendt), phänomenologische Ansätze in der Ethik, der Rechtsphilosophie und der Sozialontologie
- Das Politische und politische Handlungstheorien, Subjektivität und Subjektivierung im Zusammenhang von Erste-, Zweite- und Dritte-Person-Perspektive
- Erfahrung, Normativität und Rechtfertigung (epistemisch und normativ)
- Existenzielle Dimensionen des Rechts: Erfahrungen und Strukturen von Recht und Rechtlosigkeit (Migration und Staatenlosigkeit)
- Phänomenologische Konzepte personaler Identität
- Intentionalität und Bewusstsein, Geist-Welt-Zusammenhang, begriffliche und vorbegriffliche Erfahrung
- Transzendentalphilosophie und transzendentaler Idealismus (insbes. Husserl und Kant)
Lehrveranstaltungen
Sprechzeiten
Mittwochs von 15:00 – 16:00 Uhr, Raum: S315/201 (Schloss/Glockenbau).
Um vorherige Anmeldung per E-mail wird gebeten.
Team
Mitarbeiter*innen
Luis Basler (2022-2024)
Gerhard Thonhauser (seit 2019)
Philipp Schmidt (2018-2021)
Christian Sternad (2018-2019)
Gastwissenschaftler*innen
Carlos Almeida, Doktorand an der Universidade do Vale do Rio dos Sinos (UNISINOS) Dissertationsprojekt: „The Origins of Hannah Arendt. Phenomenology and the Crisis of Philosophy„, PDSE (CAPES) program (Sept 1 2025 – May 31, 2026)
Prof. Dr. Lucas Barreto Dias, Instituto de Educação do Ceará / Universidade do Estado do Ceará, Fortaleza. Forschungsprojekt: „Being-of-the-world and reconciliation with the world: an investigation through Hannah Arendt's political phenomenology“ (Juni 2025 – Februar 2026)
Anto Varghese, Doktorand am Indian Institute of Technology Madras, Indien. Dissertationsprojekt: „Dialogue and Sociality. A Contemporary Phenomenological Reading“. (November 2023 – März 2025)
Giovanni Battista Armenio, Doktorand an der Universität Federico II, Neapel. Dissertationsprojekt: „Phenomenology and Practice of Dwelling in Heidegger's Thought“. (April – Dezember 2024)
Tristan Hedges, Doktorand am Centre for Subjectivity Research (Universität Kopenhagen) im ERC-Projekt “Who are we?”, Dissertationsprojekt: “Us and Them: A Phenomenological Approach to Collective Identity”. (April 2023 – Juni 2023)
Nayana Bibile, PhD (University of New South Wales, Sydney, Australia) „Future Talent“ Kurzzeitstipendium der TU Darmstadt (Mai 2022 – Juli 2022)
Jing Zhang, Doktorand an der Sun Yat-Sen Universität, Guangzhou, China. Dissertationsprojekt: „Adolf Reinachs Rechtsphänomenologie“. (Oktober 2019 – April 2021)
Adrian Bueno Junquero, Doktorand U.N.E.D Universität, Madrid, Spanien. Dissertationsprojekt: „Eine Phänomenologie des Eigentums“ (August 2018 – Januar 2019)
Promovierende und Promovierte
Simon Geest (seit 2025): „Zwischenmenschlichkeit bei Hannah Arendt und Emmanuel Levinas“
Michael Grooff (seit 2025): „Eine politisch-phänomenologische Kritik der anarchistischen Theorie nach den Werken von Arendt und Merleau-Ponty“
Luis Basler (seit 2025): „Grundsätzliches Darstellen. Zum form-anzeigenden Verfahren der Kritik der reinen Vernunft“
Pezhman Golchin (seit 2024): „Soma. An Introduction to the definition of the body as an abstract object drawing from Aristotle’s work De Anima and Merleau-Ponty’s notion of the body subject”
Letizia Konderak (seit 2023): “Primitive Accumulation and the Consumption of the Common World. A reading between Arendt and Marx”
Mareike Thies (seit 2023): „Das Sich und das Subjekt. Die unendliche Leere des Individuums als Voraussetzung für Subjektivation“
Marlin Mayer (seit 2023): „Perspektivität“
Cengiz Kotan (seit 2021): “‘Neighbourhood’: A contribution to Heideggerian social ontology”
Yan He (seit 2020): „Eine Analyse der personalen Habitualität in der Phänomenologie Edmund Husserls“
Margarita Varava (2018-2026): „Via negativa. Protest in Democracy“
Studienassistenz
Matthias Heß (2021-2023)
Luis Basler (2021-2022)
Sven Thomas (2018-2021)
Julia Zaenker (2018-2021)