Projekte

Projekte

Das nanobüro beteiligt sich an vielfältigen Forschungsprojekten, nachfolgend findet sich eine Aufstellung aktueller wie auch abgeschlossener Projekte. Dabei gilt in vielen Fällen, dass unter „Projektleitung“ lediglich der Darmstädter Anteil der Leitung, von zumeist sehr viel größeren Projekten, aufgeführt wird.

EU – Projekt: ObservatoryNANO

Laufzeit: 2008 – 2012

Ein Ziel dieses Projekts ist die Etablierung einer permanenten Europäischen Beobachtungsstelle für Nanotechnologien. Auf der Grundlage der während des Projekts und im Rahmen ähnlicher Initiativen entwickelten und validierten Methoden soll die Beobachtungsstelle Entscheidungsträger laufend und unabhängig unterstützen. Die Rolle der Beobachtungsstelle bestünde darin, zuverlässige, vollständige und verantwortliche wirtschaftliche Analysen auf wissenschaftlicher Grundlage durch Experten anzubieten und einen Dialog mit den Entscheidungsträger und anderen Interessengruppen zu den Vorteilen und Möglichkeiten von Nanotechnologien zu führen, der Hindernisse und Risiken ausgleicht.

Kurzfristig beabsichtigt das Projekt, die Analyse wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen im Bereich der Nanotechnologie mit den wirtschaftlichen Auswirkungen zu integrieren, sodass Entscheidungsträger die notwendigen Informationen vorliegen haben, um begründete Entscheidungen treffen zu können. Außerdem werden sich die Projektpartner mit gesellschaftlichen Folgen und ethischen Fragen, möglichen Risiken für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie mit der Notwendigkeit zur Entwicklung neuer Normen auseinandersetzen. Um eine möglichst ausgewogene Analyse zu erzielen, sind Umfragen, Konsultationen, Workshops und Kooperationen mit Experten und Interessengruppen, die eine Schlüsselrolle im Bereich der Nanotechnologie spielen, geplant. Das nanobüro wird dabei die Institutionalisierung des Observatoriums kritisch begleiten und mit anderen Regulierungsmodellen und Beobachtungsstellen vergleichen.

Projektleitung: Dr. Andreas Lösch

Projektbearbeiter: Stefan Gammel M.A.

EU – Projekt: Nanomed Round Table

Laufzeit: 2009 – 2010

Nanomedizin ist zwar ein enorm vielversprechender Forschungszweig, aber auch einer der neue ethische, soziale und ökonomische Fragen aufwerfen dürfte. Damit sich ihrer Verheißungen zum größten Wohle aller erfüllen, bedarf es einer sicheren, integrativen und verantwortungsbewussten Annäherung an die Nanomedizin. Die vielfältigen Auswirkungen der Nanomedizin werden im Rahmen dieses Projekts in fünf Arbeitsgruppen diskutiert, wobei diese Empfehlungen erarbeiten sollen, um die zukünftig zu treffenden Entscheidungen zu unterstützen. Hierbei widmet sich das nanobüro den ethischen und sozial Konsequenzen der Nanomedizin.

Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Nordmann

Projektbearbeiter: Dr. Thorsten Kohl

EU – Projekt: NanoCap – Nanotechnology Capacity Building NGOs

Laufzeit: September 2006 – 2009

5 Umweltorganisationen, 5 Gewerkschaften und 5 Universitäten (darunter die TUD mit dem nanobüro) begeben sich in einen gemeinsamen Lernprozess. Ziel ist „capacity building“, also Erarbeitung einer Wissens- grundlage, die es erlaubt, eine klare Haltung gegenüber nanotechnischen Entwicklungen einzunehmen. Das nanobüro trägt vor allem Workshops zur Information über ethische und gesellschaftliche Diskussionen bei – es wird aber auch dokumentieren, inwieweit sich das Verständnis ethischer Dimensionen durch den gemeinsamen Lernprozess erweitert.

Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Nordmann

Projektbearbeiter: Stefan Gammel M.A., Dr. Astrid E. Schwarz

EU – Projekt: EthicSchool Converging Technologies

Laufzeit: 2007 – 2009

The European Union and national governments are stimulating responsible science and technology development. This should be realised through collaborative efforts of the research community, business, government and other stakeholders. Training natural scientists and engineers in applied ethics contributes to this goal in the long term. Offering information on emerging technologies giving rise to new or more acute ethical questions to students in humanities and social sciences is also useful. The contents of this e-learning tool may be included in the curricula for both groups of students in higher education. Others with a personal or professional interest in these matters may also benefit from this DVD. This DVD is focused on Ethics of Nanotechnology and of Converging Technologies. It includes materials from the EthicSchool on Ethics of Nanotechnology, held at the University of Twente, Netherlands, 24-29 August 2008 and the EthicSchool on Ethics of Converging Technologies, organised under responsibility of the TU Darmstadt, Germany, 21-26 September 2008.

Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Nordmann, Maria Angeles Quesada

EU – Projekt: DEEPEN – Deepening Ethical Engagement and Participation in Emerging Nanotechnologies

Laufzeit: Oktober 2006 – 2009

Mit der University of Durham (Koordinator), der University of Coimbra (Portugal) und der University of Twente (Niederlande) beteiligt sich das nanobüro am Versuch eines „Deepening Ethical Engagement and Participation in Emerging Nanotechnologies“. Es geht dabei um ein produktives Wechselspiel von sozialwissenschaftlichen Dialogen mit Fokusgruppen und normativ wirkenden philosophischen Impulsen mit dem Ziel einer Demokratisierung des Forschungsprozesses.

Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Nordmann

Projektbearbeiter: Dr. Arianna Ferrari

BMBF – Projekt: Modelle regulatorischer Einbettung von Innovationsprozessen am Beispiel der Nanotechnologie

Laufzeit: Dezember 2006 – September 2007

Die Notwendigkeit einer Nanosicherheitsforschung wird bisher vornehmlich im Zusammenhang mit Fragen nach der Toxizität von Nanopartikeln behandelt. Die Problemstellung der Nanosicherheit ist allerdings weitreichender und vor allem mehrdimensionaler. Gesamtziel des Projekts ist es, pragmatische Umgangsmöglichkeiten mit dieser Problemstellung zu entwickeln und im Umfeld bereits existierender Institutionen, Gremien und Regulationsmechanismen zu verorten. Hierbei dient die Nanotechnologie als Beispiel für schlüsseltechnologische Innovationsprozesse. Die Arbeitshypothese zur Erreichung dieses Ziel besagt, dass sich die Besonderheiten nanotechnologischer Forschungs- und Entwicklungsbedingungen als innovationshemmend erweisen können, wenn kein ihnen gemäßes, flexibles und integratives regulatorisches Instrumentarium entwickelt wird. Ausgehend von der Untersuchung bestehender Regularien und Institutionen werden dementsprechend Empfehlungen für ein institutionelles Modell erarbeitet. In die Erarbeitung dieser Empfehlungen werden an verschiedenen Punkten Expertenmeinungen von Nanoforschern und Vertretern bestehender Institutionen im In- und Ausland einfließen.

  • Schlussbericht des Projektes- „Observieren – Sondieren – Regulieren. Zur gesellschaftlichen Einbettung nanotechnologischer Entwicklungsprozesse (Bestandsaufnahmen und Modellentwurf)“
  • Programm des Workshops – „Regulatorische und institutionelle Herausforderungen der Nanotechnologie“

Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Nordmann

Projektbearbeiter: Dr. Andreas Lösch, Stefan Gammel M.A.