Beteiligte Forscher

Beteiligte Forscherinnen und Forscher [Stand: ende 2010]

Folgende Personen unterstützen das nanobüro als aktiv forschende Mitglieder:

  • Christopher Coenen
  • Arianna Ferrari
  • Stefan Gammel
  • Reinhard Heil
  • Thorsten Kohl
  • Johannes Lenhard
  • Andreas Lösch
  • Alfred Nordmann
  • Astrid E. Schwarz
  • Andreas Woyke

Christopher Coenen

Der Diplom-Politikwissenschaftler Christopher Coenen arbeitet seit 2002 als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bereits in seiner Zeit am (vom ITAS betriebenen) Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) arbeitete er zu ethischen, gesellschaftlichen, forschungspolitischen und insbesondere zu visionären Aspekten der Nanotechnologie, u. a. als Koautor des Endberichts zum TAB-Projekt „Nanotechnologie“ (Juli 2003; Buchpublikation bei Springer 2004) und als Verfasser eines TAB-Hintergrundpapiers zum Thema „Konvergierende Technologien und Wissenschaften“ (2008). Ein viel diskutierter ethischer Aspekt der Nanotechnologie, das sog. ‚Human Enhancement’, wurde auch in einer gleichnamigen, von ihm federführend verfassten Studie für das Europäische Parlament (2009) untersucht. Derzeit arbeitet er u. a. zu ethischen und gesellschaftlichen Aspekten der Synthetischen Biologie (vor allem im Rahmen des EU-geförderten Projekts Synth-Ethics), wobei auch das Thema Nanotechnologie Beachtung findet.

Arianna Ferrari

Studium der Philosophie an der Università Statale in Mailand und an der Eberhard-Karls Universität Tübingen. Kobetreute Doktorarbeit zwischen der Università di Torino (Turin / Italien) und der Universität Tübingen über ethische und wissenschaftstheoretische Aspekte transgener Tiere in der Biomedizin, die durch unterschiedliche Stipendien finanziert wurde, u.a. im DFG Graduiertenkolleg Bioethik. Nach einem kurzen Post-doc-Stipendium im GK über die ethischen Aspekte der Verbesserung des Menschen innerhalb der konvergierenden Technologien war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt im Rahmen des EU-Projektes DEEPEN. Seit Novemebr 2009 ist sie Mitarbeiterin am ITAS-KIT Karlsruhe im Rahmen des Projektes „Animal Enhancement“.

Stefan Gammel

Seit 2006 am nanobüro, bis 09/2007 als Mitarbeiter im BMBF-Projekt „Modelle regulatorischer Einbettung von Innovationsprozessen am Beispiel der Nanotechnologie“. Seit 10/2007 Mitarbeiter im EU-Projekt NanoCap. Studium in Stuttgart und Liverpool, M.A. in Philosophie, Germanistik und Anglistik. 2005/06 Projekt „Visionen der Nanotechnologie“ am IZEW der Uni Tübingen. Promotionsprojekt zum Thema kultureller Aspekte in ethischen Diskussionen um die Nanotech

Reinhard Heil

Reinhard Heil studierte Philosophie, Soziologie, Germanistik und Informatik an der Technische Universität Darmstadt. Er promoviert zur Zeit zum Thema „Der Transhumanismus“ am Institut für Philosophie der TUD (Prof. G. Gamm / Prof. P. Gehring). Forschungsschwerpunkte: Transhumanismus, zeitgenössische politische Philosophie (Slavoj Zizek, Ernesto Laclau), Social Relations of Science Movement (Julian Huxley, J.B.S Haldane, J.D. Bernal u.a.), Technikphilosophie.

Thorsten Kohl

Thorsten Kohl studierte Physik mit den Schwerpunkten Biophysik, Kern- und Atomphysik an der Technischen Universität Berlin und der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Diplomarbeit und Promotion hatten Themen zur Struktur und Funktion von Biomolekülen zum Inhalt. PostDoc am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, Abt. Molekulare Genomanalyse. Weiterhin Studium der Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt mit den Schwerpunkten Technikgeschichte und Wissenschaftsphilosophie, Magisterarbeit zur Geschichte der Krebsforschung in Deutschland. Zur Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU-Darmstadt im EU-Projekt NanoMed Round Table in der Arbeitsgruppe Ethics and societal impact. Interessenschwerpunkte bilden Themen der Bio- und Medizinphysik im historischen und philosophischen Kontext.

Johannes Lenhard

Johannes Lenhard arbeitet seit 2004 an der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Ein zentrales Forschungsinteresse bildet die Computermodellierung und Simulation: Wie sind sie als Instrument zur Erzeugung wissenschaftlichen Wissens zu charakterisieren? Wie verändern sie die wissenschaftliche und gesellschaftliche Praxis? Diesen Fragen ist ein seit 2009 laufendes DFG-Projekt (Prof. M. Carrier) gewidmet.

Andreas Lösch

Seit November 2003 leitet Dr. Andreas Lösch am Institut für Soziologie der TU-Darmstadt das DFG-Projekt „Räume der medizinischen Mikro- und Nanotechnologie. Eine wissenssoziologische Fallstudie zur Vermittlung technischer Innovationen.“ Sein theoretisches Interesse an der Nanotechnologie bezieht sich auf das Verständnis der Vermittlungsfunktion von visionären Diskursen, Metaphern und Bildern. Das Projekt untersucht die Funktion von Visionen und Zukunftserwartungen als Medien der Verständigung über Innovationspotentiale der Nanotechnologie zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und den Massenmedien.

Alfred Nordmann

Nach Magister und Promotion in Hamburg (1981 und 1986) und nach langem Aufenthalt an der University of South Carolina, USA, lehrt Alfred Nordmann seit 2002 Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte an der TU Darmstadt. Sein historisches Interesse gilt der Entstehung neuer Disziplinen, etwa der Elektrizitätstheorie und Chemie im 18. Jahrhundert, der Mechanik, Evolutionsbiologie und Soziologie im 19. Jahrhundert, der Pflegewissenschaft und Nanoforschung im 20. Jahrhundert. Dabei geht es vor allem um die Herausbildung spezifischer Wissens- und Objektivitätsbegriffe.

Astrid E. Schwarz

Astrid Schwarz interessiert sich aus philosophischer und historischer Perspektive für die Generierung, Stabilisierung und Abgrenzung wissenschaftlichen Wissens, insbesondere im Bereich Umweltwissenschaften und Ökologie. Die Rolle von Metaphern und Modellen, der Ort der Gegenstandskonstituierung, der Einfluss von Bildern und Graphiken und auch die gesamtgesellschaftlich wirksamen Visionen sind Themenbereiche, an die ihr Interesse für die Nanotechnologie und -wissenschaft anknüpft. Schwarz ist Herausgeberin des Handbook of Ecological Concepts (zusammen mit Kurt Jax) und Projektleiterin von Bildkulturen ökologischer Forschung (zusammen mit Angela Krewani). Von 2002 bis 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt am Institut für Philosophie der TUD, Lehrstuhl Nordmann; von 2006-2007 Fellow am ZIF in Bielefeld bei der Forschergruppe „Science in the Context of Application: Methodological Change, Conceptual Transformation, Cultural Reorientation“.

Ab Sommer 2010 beginnt das deutsch-französische Projekt „The Genesis and Ontology of Technoscientific Objects“ (gefördert von ANR und DFG), das Astrid Schwarz zusammen mit Bernadette Bensaude Vincent und Alfred Nordmann (u.a.) bearbeitet. Im SS 2010 vertritt sie die Professur für Philosophie an der Hochschule Darmstadt.

Andreas Woyke

Dr. Andreas Woyke, geb. 1966, Studium der Chemie, Physik, Erziehungswissenschaft und Philosophie an der Universität Siegen, 1. und 2. Staatsexamen, 1999-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Universität Siegen, Didaktik der Chemie), 2004 Promotion, 2006-2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter, seit April 2009 Lehrbeauftragter (TU Darmstadt, Institut für Philosophie). Forschungsgebiete: Naturphilosophie, Wissenschafts- und Technikphilosophie, Ideen- und Begriffsgeschichte, Philosophie der Antike, Prozessphilosophie, Konzeptionen von Glück und gutem Leben, Theorien der Moderne, Religionsphilosophie und Religionskritik.