Praktisches Wissen

Workshop 20. und 21. März 2020

Der Workshop »Praktisches Wissen« dient dazu, erste Versionen von Beiträgen vorzustellen, die in Heft 3/2020 der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie als Schwerpunkt zu diesem Thema erscheinen werden.

Im Mittelpunkt steht der Begriff des Praktischen Wissens. In den einschlägigen Diskussionen stand lange Zeit Gilbert Ryles Unterscheidung zwischen den Wissensformen des »knowing how« und »knowing that« im Vordergrund. Erst in den letzten Jahren, im Zusammenhang mit einem neu erwachten Interesse an Elizabeth Anscombes Monographie ›Intention‹, wird die Bedeutung des praktischen Wissens als Wissen von Handelnden um ihre absichtlichen Handlungen für die Handlungstheorie wiedererkannt. Der Workshop »Praktisches Wissen« will vor diesem Hintergrund einerseits systematische Fragen aufgreifen, die sich aus den Diskussionen nach Ryle und Anscombe ergeben, nicht zuletzt um Verbindungslinien zwischen diesen beiden Konzepten zu reflektieren. Diese Debatte soll andererseits um Beiträge mit einem Fokus auf markante historische Positionen ergänzt werden.

Beitragende und vorläufige Titel

Jens Kertscher (TU Darmstadt): Das Rätsel des praktischen Wissens – ein Problemaufriss

Fabian Börchers (FU Berlin): Anscombe und Knowledge How – Zum Zusammenhang von Form und Vermögen bei der Bestimmung absichtlichen Handelns

Christian Kietzmann (FAU Erlangen-Nürnberg): Praktisches Wissen von misslingenden Handlungen

Stephan Herzberg (Philosophisch-theologische Hochschule Sankt Georgen): Was für eine Art von praktischem Wissen generiert die aristotelische Ethik?

Philipp Richter (Ruhr-Universität Bochum): Von den Aporien der praktischen Vernunft zur Erkenntnis der praktischen Notwendigkeit

Jan Müller (Universität Basel): Praktisches Wissen und praktische Gewissheit. Mit Anscombe und Wittgenstein zur Phänomenologie praktischen Denkens

Programm und Anmeldung

Ort: S 315/206 (Schloß, Glockenbau, Besprechungsraum).

Das Programm (Stand: 20.02.2020) finden Sie hier.

Die Texte sollen den Teilnehmenden vorab zur Verfügung gestellt werden. Deshalb und weil die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um gebeten.

Der Workshop wird gefördert vom Institut für Kulturforschung Heidelberg

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